D er Österreichische Pferdesportverband (OEPS) besteht aus 9 Landesorganisationen mit 48.000 aktiven Mitgliedern und zählt damit zu den 10 mitgliederstärksten Verbänden in der Österreichischen Bundes-Sportorganisation (BSO). Elisabeth Max-Theurer, Präsidentin des Österreichischen Pferdesportverbandes und Dressur-Olympiasiegerin 1980, gibt einen Einblick in diese erfolgreiche Sportart.

In den letzen 10 Jahren hat Schach in Österreich einen großen Aufschwung erlebt. So wurde Schach in den Schulen in Österreich etabliert und an rund 1000 Schulen unterrichtet. Dazu wird eine bundesweite Schülerliga gespielt. Schon die Uni Trier belegte in einer Studie, welch positive Eigenschaften Schach für Kinder hat, speziell kognitive Fähigkeiten werden hier ausgebaut.

Österreichs Jugend ist in den letzten Jahren besonders erfolgreich gewesen, 2017 und 2018 wurden insgesamt 15 Medaillen in allen Farben bei Welt- und Europameisterschaften errungen. Auch bei Frauen ist Schach im Trend, über das Schulschach stoßen laufend Mädchen in den Turniersport, sie messen sich in einer eigenen Frauenbundesliga. Dass Schach immer jünger wird, belegt Weltmeister Magnus Carlsen (NOR), er ist 28 Jahre jung, und holte sich den Titel 2013 als 23-jähriger. Valentin Dragnev wurde 2018 mit 19 jüngster Großmeister in Österreich, die beiden U16 Spieler Felix Blohberger und Dominik Horvath sind am Sprung dazu.

Österreich, historisches Schachland

Der erste Weltmeister (1886-1894), Wilhelm Steinitz, kam aus Österreich. Der großartige Carl Schlechter scheiterte 1910 mit einem 5:5 Unentschieden am damaligen Weltmeister Emanuel Lasker und Erich Eliskases galt für viele als künftiger Weltmeister, er zog es jedoch vor, wegen des Kriegsbeginnes, nach der Schacholympiade 1939 in Argentinien zu verbleiben.

Christian Hursky

Schachbund-Präsident Christian Hursky mit Team bei Bundespräsident Van der Bellen.

Wie überhaupt die Zeit zwischen 1938 und 1945 dem österreichische Schach ein riesiges Loch gerissen hat. Viele Spieler waren Juden. Erst langsam fanden einige Österreicher (Dr. Andreas Dückstein, Josef Klinger, Karl Robatsch) wieder den Weg zur Spitze. Mit Markus Ragger verfügt Österreich aktuell über einen sogenannten „Supergroßmeister“, er erreichte 2017 mit 2703 ELO Punkten seine größte Stärke. Er ist auch der beste deutschsprachige Spieler!

Erfolge halten an

2018 führte Ragger das Nationalteam (mit David Shengelia, Andreas Diermair, Peter Schreiner und Valentin Dragnev) bei der Schacholympiade (höchster Teambewerb) in Batumi/Georgien zum größten Erfolg. Rang 14 bei 185 teilnehmenden Teams, punktegleich mit den 6. Platzierten Indern rund um Ex-Weltmeister Anand. Auch unsere Frauen sorgten in den letzten Jahren für Furore, Platz 9 bei der Team-EM 2015 (punktegleich mit den 4. Platzierten) und Rang 2 beim Mitropacup 2018 zeigten den kontinuierlichen Aufwärtstrend.

Dass Frauen stark spielen können, bewies Eva Moser, sie gewann 2006 die offene Klasse der Staatsmeisterschaften. Das größte Projekt des österreichischen Schachs ist es, sich zum 100-jährigen Bestehen 2020 um die Austragung der Weltmeisterschaften zu bewerben. Spätestens im Herbst 2019 fällt die Entscheidung.

Autor: Christian Hursky
Bilder: Adobe Stock | Carina KARLOVITSW/HBF

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